DIY: Hundeeis! – Erfrischung für unsere Vierbeiner

Heute habe ich euch eine Mischung aus DIY-Projekt und Rezept mitgebracht. Und zu allem überfluss ist es auch nicht für euch, sondern für eure Vierbeiner.

 

Bei den aktuellen Temperaturen kommen nämlich eure Hunde auch ziemlich ins Schwitzen! Und dass das nicht so toll ist, sehen wir ja an uns selbst…

 

Was aber tun, damit die Vierbeiner ein wenig Erleichterung bei diesem heißen Wetter haben?

 

keine langen Spaziergänge

Vermeidet es bitte während den hohen Temperaturen mit eurem Hund aus dem Haus zu gehen. Verlegt eure Gassi-Touren eher auf den frühen Morgen, oder späten Abend, wenn di Sonne noch nicht oder nicht mehr so stark vom Himmel brennt. Mittags muss ein kurzes Pipi-Ründchen absolut reichen!

Ganz wichtig ist hierbei aber der Temperatur-Check! Ob eure Hunde bei den Temeperaturen auch wirklich auf Teer laufen können oder ob Verbrennungen drohen, könnt ihr ganz einfach selbst checken: Handrücken auf den Teer legen, 5 Sekunden warten. Wenn ihr dann noch eure Hand am Boden habt, können auch eure Vierbeiner gefahrlos darüber laufen. Solltet ihr allerdings befinden, dass der Boden zu heiß ist, dann vermeidet den Kontakt von Hundepfoten auf heißem Teer.

Entweder ihr geht konsequent nur auf Wiesen Gassi und meidet jedes bisschen Straße, geht nur in den Garten mit eurem Vierbeiner oder ihr zieht eurem Hunde zum Schutz Hundeschuhe an. Nur ob euer Hund diese dranlässt? Meine mögen sie definitiv nicht 😀

 

Kühlung verschaffen

  • Am einfachsten ist es, wenn euer Hund ins Wasser geht. Dort ist er immer gut gekühlt und auch beschäftigt! Achtet bloß bitte darauf, dass euer vierbeiniger Freund sich nicht zu sehr verausgabt. Mein Cisco – seines Zeichens ein wasserwütiger Labrador – muss dazu gezwungen werden eine Pause vom Schwimmen zu machen. Er würde glatt 4 Stunden durchschwimmen. Aber ob das bei dem Wetter so gesund ist? Bevor euer Hund also an akuter Leistungsschwäche zu Ertrinken droht, verordnet ihm bitte eine Pause! Ansonsten: Ab ins kühle Nass – am besten gemeinsam!

 

  • Auch ein feuchtes Handtuch verschafft schon eine tolle Kühlung! Legt es aber bitte auf den Boden und lasst euren Hund darauf Platz machen. Wickelt das Handtuch niemals (!) um euren Hund herum. Durch das Herumwickeln kann die eigene Körperwärme nicht mehr abgeleitet werden und es bildet sich unter dem Handtuch ein Hitzestau. Also Handtuch nass machen und Hund drauflegen!

 

  • Als Alternative hierzu gibt es auch spezielle Kühlmatten, die über einen langen Zeitraum Verdunstungskälte freisetzen. Ich selber habe eine solche Kühlmatte und bin begeistert. Auch meine Hunde finden sie an heißen Sommertagen absolut klasse und legen sich gerne darauf. (Übrigens auch die 4 Katzen…)

 

  • Zusätzlich dazu habe ich für meinen großen Hund noch ein Kühlhalsband gekauft, dass ihn auch sonst relativ kühl hält. Die Hechelfrequenz in warmen Nächten ist mit diesem kleinen Helferlein auf über die Hälfte zurückgegangen. Und er kann sich nachts an jedem Ort hinlegen, den er sich aussucht!

 

  • Grundsätzlich gilt auch: Bürstet was das Zeug hält! Das alte Fell muss raus! Mein kleiner hat Gott sei Dank keine Unterwolle, aber mein großer Hund leidet unter dem vielen Fell. Deshalb muss alles raus, was keine Miete zahlt 😉 Macht sich auch deutlich in der Staubsauger-Bilanz bemerkbar…

 

… aber richtig!

  • Der wichtigste Grundfaktor bei diesem Wetter: Genügend Trinken! Animiert eure Hunde ständig dazu, dass sie genug Wasser trinken. Gerne dürft ihr dazu auch zu kleinen Tricks greifen. Etwas Tee mit ins Wasser gekippt, Naturjoghurt daruntergerührt oder im Notfall auch die Leberwurst untergetaucht. Alles was recht ist – hauptsache der Hund trinkt!

Und damit ihr auch wisst, wie viel euer Hund überhaupt trinken sollte: Dieser Link führt euch zu einer ganz tollen Tabelle!

 

 

Hundeeis – die Geheimwaffe

Wer seinen Hund dann immernoch nicht zum Trinken animieren kann, der sollte auf die Geheimwaffe Hundeeis zurückgreifen!

Und da habe ich euch natürlich ein paar Rezepte mitgebracht 🙂

 

 

Frozen Joghurt für Hunde

Für den Frozen Joghurt braucht ihr:

  • 150 gr Natur-Joghurt (ich nehme immer den 0,1% Fett)
  • 1 TL Honig
  • 50-100 gr Blaubeeren, Himbeeren oder Brombeeren
  • 1 Banane (kleingematscht oder in dünne Scheiben geschnitten)
  • 1 TL (Lachs)-Öl

Die Zutaten werden alle verrührt (nicht püriert, man soll noch Stückchen sehen 😉 ) und dann in geeigneten Förmchen oder alten Eisbechern eingefüllt und für ca 6 Stunden im Gefrierschrank gefroren.

 

 

Leberwurst olé!

Ein besonderes Eis für besondere Hunde!

  • 150 gr Hüttenkäse
  • 2 EL Leberwurst
  • 1 TL Honig
  • 1 EL (Lachs)-Öl

Alles pürieren, in Formen abfüllen und gefrieren lassen!

 

 

Leber, die zweite!

Speziell für empfindliche Hunde ist diese Eis-Variante ein absoluter Gaumenschmaus!

Wer Angst hat, dass sein Hund keine Milchprodukte verträgt, kann auch eine Leber kleinpürieren und dann in Förmchen gefroren als Schleckgenuss anbieten!

 

 

Schlanke Schneemannnase

Schneemannnase? Eine Karotte, oder? Ja, klar! Denn diese macht nicht dick und ist auch für kleine Moppelchen genau das richtige!

  • 250 gr Quark
  • 2 EL Honig
  • 1 TL (Lachs)-Öl
  • 2 Karotten (geraspelt)

Alles wieder miteinander vermengen und dann in geeignete Förmchen abgefüllt einfrieren. Das Eis ist besonders für die schlanke Linie sehr gut!

 

 

Schnelles Wassereis mit Hühnergeschmack

Wenn es mal besonders schnell gehen soll:

Hühnerbrühe zubereiten und in Eisförmchen einfrieren. Aber bitte bei der Hühnerbrühe auf natürliche Zubereitung achten!

 

 

Trockenfutter am Stiel

Ein besonderes Eis, das mit dem extra Leckerbissen am Stiel aufwarten kann!

  • 150 gr Hüttenkäse
  • 1 TL Honig
  • 20 gr Trockenfutter oder kleine harte Leckerchens)
  • 1 Banane (kleingematscht)
  • 1 TL (Lachs)-Öl
  • 1 Kaustange als Stiel

Zunächst das Trockenfutter etwas kleiner bröseln und dann mit den restlichen Zutaten vermengen. Danach in Eisformen abfüllen die Kaustange als Stiel oben hineindrücken und im Gefrierschrank hart werden lassen.

 

 

Barf lässt grüßen!

Wer seinen Hund nach dem Barf-Konzept ernährt, wird dieses Eis wirklich lieben:

  • 50 ml Blut (fragt beim Metzger nach!)
  • 200 ml Wasser
  • 50-100 gr Fleisch nach Wahl (ich bevorzuge Geflügel, am liebsten Hähnchenherzen)
  • ein Hundekeks oder Kaustange, Fellstange,… als Stiel

Fleisch pürieren, alles vermischen, in eine Eisform abfüllen, mit dem Stiel dekorieren und einfrieren. Voila! Damit könnt ihr sogar einen Vampir glücklich machen 😉

 

 

Spiel und Spaß –  der Überraschungs-Kong!

Am häufigsten mache ich persönlich diese Variante:

Ich nehme einen Kong Extreme (mein zwei Heldenhunde sind extrem starke Kauer, da muss es schon der Extreme sein…) – in diesem Moment flippen meine Hunde vor Vorfreude schon aus 😉 – und befülle ihn mit einer Mischung aus Magerquark und Leberwurst aus der Tube. Danach kommt der Kong für ein paar Stunden in den Gefrierschrank. Wenn er wieder rauskommt, wartet das Überraschungs-Ei schlechthin auf meine Wuffis!

Nicht nur ein super Spielzeug, sondern auch ein noch besseres Eis wartet im Inneren des Kong! Unter Aufsicht wird dann der Kong hin und hergeschmissen, ausgeschleckt, gedreht, gewendet und gekaut, was das Zeug hält.

Achtet nur bitte darauf, dass euer Hund nicht mit dem Unterkiefer in der Öffnung hängen bleiben kann.

Und das Beste ist: Der Kong kann danach in den Geschirrspüler! So bleiben auch keine Speisereste zurück, die schimmeln könnten!

Hundeeis selber machen Hundeeis selber machen Hundeeis selber machen

 

 

Grundätzlich gilt bei der Zubereitung von Hundeeis: Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Als Basis eignen sich Quark, Joghurt und Hüttenkäse hervorragend. Die Geschmacksrichtungen sind völlig euch überlassen. Alles, was Hund gut tut und auch noch schmeckt kann in die Eisförmchen gefüllt werden.

Zum Milchprodukt bitte immer unbedingt ein kleines bisschen Honig und ein wenig Öl hinzugeben. Dadurch wird das sonst so schwer verdauliche Milcheiweiß für Hunde verdaulicher! Zu große Mengen Milchprodukt sollten allerdings sowieso vermieden werden…

Achtet darauf, dass ihr niemals zu viel Eis auf einmal verfüttert! Manche Hunde reagieren mit Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen auf zu viel Eis.

 

PS: Auch gegen eine winzig kleine Kugel Diabetiker-Vanille-Eis ist nichts einzuwenden! Falls sie also gemeinsam mit Hund in der Eisdiele sitzen… Allerdings gilt hier auch: Nicht jeden Tag!

 





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