Blogparade: #MörderischGut (Liebe vertagen, Mörder jagen)

Meine Lieben,

ich finde mich mörderisch gut!

 

Ihr euch auch? Dann sagt es einmal laut!                                            Und wie fühlt es sich an? Schon irgendwie komisch, oder?

Eine solche Äußerung laut auszusprechen erfordert schon ein bisschen Mut. Vorallem, wenn andere Menschen mit anwesend sind, während man dies sagt. Aber auch alleine fällt es nicht unbedingt leicht.

Also zumindest ist es mir nicht einfach so von den Lippen geglitten, wobei es wirklich stimmt – Ich finde mich mörderisch gut! Punkt, Aus, Schluss…

 

Da gibt es nichts zu diskutieren, denn ich bin toll. Warum also solche Hemmungen es auszusprechen?

Wirkt man dadurch nicht ein bisschen arrogant, wenn man von sich selbst behauptet die tollste Person überhaupt zu sein? Könnten andere nicht denken, ich wäre eingebildet nur weil ich mit mir selbst im Reinen bin? Für die meisten ist es ja nicht unbedingt selbstverständlich, dass man sich akzeptiert, so wie man ist…

 

Diese und andere Fragen sind mir durch den Kopf geschossen, als ich von Rebecca und Tanja von mainwunder eingeladen wurde an dieser Blogparade teilzunehmen. Aber genau sie werfen diese Fragen auf: Warum findest du dich mörderisch gut und war das schon immer so?

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Ich muss zugeben, ich habe im Vorfeld lange überlegt, warum ich mich überhaupt so fühle, wie ich fühle. Und ob es irgendetwas gibt, was ich besonders an mir mag?

Natürlich hätte ich jetzt die Standart-Antworten bringen können: Ich habe tolle Augen, nen netten Hintern, meine Haare sind auch nicht unbedingt übel (bis auf die Tendenz zu den Locken), ich mag meine Hände, bla bla bla

Aber das sind nur Äußerlichkeiten. Ich denke, dass jede Frau hier einige Pluspunkte hat und andere Zonen, die sie lieber korrigieren oder verstecken möchte. Bei mir ist dies zum Beispiel mein kleiner Bauchansatz 😛 Ich werde ganz gerne mal für im dritten Monat schwanger gehalten, nur weil ich zuvor gut gegessen habe. Die Schilddrüse hat mit ihrer Unterfunktion dann auch noch ihr übliches dazu beigetragen. Aber hey! Ich bin eine Frau! Ein paar Ecken und Kanten gehören zum Leben dazu. Und vorallem Kurven…

 

Denn wäre das Leben (und der Körper) eine gerade Linie, wäre es ja wirklich langweilig, oder?

Aber was mag ich noch an mir? Auf Äußerlichkeiten möchte ich mich eigentlich nicht reduzieren lassen.

Dafür bin ich eine zu starke Frau. Womit wir schon beim ersten Punkt wären. Ich bin unabhängig (auch wenn das Mister Limette manchmal nicht so ganz wahrhaben möchte), ich bin stolz und ich bin eine Kämpfer-Natur. Ich versuche nicht aufzugeben, auch wenn ich manchmal ein bisschen rum-Mimi und die Lust verliere. Aber ich komme immer wieder zum Thema zurück, wenn es mich wirklich interessiert. Ich bin also auch ein bisschen ehrgeizig. Nicht übertrieben ehrgeizig – ich versuche nichts auf Biegen und Brechen hinzubekommen. Aber ich gebe auch nicht auf, nur weil es einmal nicht so gut läuft…

 

Ich bin ein Mensch mit Charakter! Ich habe Humor, ich bin Verantwortungsvoll und ich habe dringend benötigte Lebenserfahrung um auch einmal kritische Situationen zu bewältigen. Zugleich bin ich extrovertiert, bin aber eher der aus dem Hintergrund agierende Typ. Ich muss nicht im Rampenlicht stehen. Aber wenn es sein muss, dann meistere ich auch das. Und sogar dann, wenn kurz vorher alles schief geht.

Ich bin nicht perfekt, aber wer ist das schon? Gerade diese Unperfektheit macht mich aus. Mein Hang zum Chaos, dass ich dann mit einer riesigen Portion Ordnungswahn und Penibilität wieder aufräume. Und meine Faulheit, die ich aber durch mein Organisationstalent wieder wett machen kann.

Ich muss nicht alles wissen. Ich muss nur wissen, wo ich es finden kann oder wo ich es lernen kann. Und dadrin bin ich wirklich gut. Ich kann mir die Theorie anlesen und diese dann praktisch umsetzen. Okay… beim Reiten scheitere ich mit meinem theoretischen Wissen meist an meiner Unfähigkeit mich zu bewegen 😛 Aber ich bemühe mich solche Defizite auszugleichen und verschwinden zu lassen. Nur durch Übung wird man Meister.

 

Auch dies ist eine der wichtigen Lektionen, die ich in meinem Leben gelernt habe…

Ich war nie wirklich eine beliebte Schülerin. Ich hatte den „Makel“ einen Nachnamen zu tragen, der bei uns in der Stadt für „etwas besseres“ stand. Demnach wurde ich gemobbt und ausgegrenzt. Man sagte mir nach, dass ich hochnäsig sei. Dabei hat sich nur niemand dazu herabgelassen mit mir zu reden. Und wenn es doch mal ausversehen passiert ist, dann war mein Gegenüber meist total erstaunt, dass ich ein netter Mensch bin und überhaupt nicht so, wie man mir nachsagt. Das war immer mein großer Pluspunkt! Ich konnte mit Menschen ziemlich schnell eine gemeinsame Ebene finden und ihnen empathisch begegnen. Das ist nicht nur im Job hilfreich…

Aber in der Schule war ich eine Aussätzige. Ich wurde an einem Nachmittag sogar von einem anderen Mädchen angespuckt. Und dabei hab ich ihr nichtmal was getan. Ich war anders und deshalb wahrscheinlich eine Gefahr? Ich hatte einige Freunde, die zwar „dünn gesät“ aber dafür „hoch im Kurs“ standen 😉 Mit den meisten bin ich heute noch sehr gut befreundet! Zu einigen ist der Kontakt etwas weniger geworden. Das liegt aber meist auch daran, dass sie weit weggezogen sind. Diese Freunde akzeptierten und akzeptieren mich aber so wie ich bin. Mit allen meinen Spleens, meiner langen Leitung und meiner Naivität. Mit meiner guten Laune und mit meiner Unfähigkeit unfallfrei durchs Leben zu gehen. Mit mir erlebt man immer etwas, auch wenn man das gar nicht geplant hat. Gerade Sie haben mir aber auch geholfen meinen Weg zu finden und zu gehen!

Ich glaube an das gute im Menschen, genauso, wie ich glaube dass das Schicksal immer ein Happy End für uns in petto hat. Aber ich glaube auch daran, dass das Leben Prüfungen für uns bereit hält, die wir bestehen müssen um an unser Happy End zu kommen. Und trotzdem nehme ich das Leben nicht zu ernst. Wir kommen hier ja sowieso nicht lebend heraus 😉

All dies macht mich zu der Person die ich bin. Warum ich so bin und wie ich so werden konnte ist die Summe aller meiner Erfahrungen, meiner Begegnungen und meiner Einstellung dem Leben und den Menschen gegenüber. Ich beurteile und verurteile keine anderen Menschen, sondern begegne ihnen offen und voller Herzlichkeit. Denn ich würde nur mich selbst in meinem Leben beschränken, wenn ich dies nicht tun würde.

 

Jemand anderes nicht ansprechen, nur weil seine Klamotten etwas ausstrahlen, was mir nicht ganz in den Kram passt? Undenkbar! Denn ich könnte DIE Chance meines Lebens verpassen.

Gerade in den letzten Jahren bin ich an mir selbst und an den Herausforderungen, die mir das Leben in den Weg gestellt hat gewachsen. Ich weiß, was ich will und wie ich es erreichen kann. Und ich habe immer einen alternativen Plan B. Denn das Leben verläuft Gott sei Dank nicht geradeaus, sondern immer in Kurven. Dadurch sieht man übrigens auch deutlich mehr von der Landschaft 😉

Und wie ich es geschafft habe mich so anzunehmen, wie ich bin? Ich hab ja ehrlich gesagt nicht viele Alternativen. Entweder ich mag mich, oder eben nicht. Wenn ich mich nicht mögen würde, bin aber nur ich selbst in der Verantwortung dies zu ändern.

Und warum ich euch das Ganze erzähle? Na, ich finde mich eben mörderisch gut! Und ich weiß, dass ihr das auch tut! Auch wenn ihr es vielleicht noch gar nicht so genau wisst…

 

Nennt es Intuition, aber ihr werdet garantiert auch einige Eigenschaften an euch finden, die ihr guten Gewissens abnicken und schließlich sagen könnt, ihr wäret auch mörderisch gut.

 

Denn jeder Mensch ist toll! Auf seine Art und Weise. Egal ob Mann, ob Frau, ob Kind, ob jung, ob alt! JEDER ist wertvoll und etwas besonderes und jeder ist mörderisch gut!

 

Auch Biene im neuen Roman von Vera Nentwich „Liebe vertagen, Mörder jagen“ macht diese Entwicklung durch.

Gerade den Job verloren und nach Paris gezogen, weil sie den heißen Argentinier Jago verführen will. Doch daraus wird nichts und als zuhause dann auch noch ein Mord passiert und ihr bester Freund Jochen, der Polizist, unter Mordverdacht steht, rafft sich Biene auf und kehrt zurück in die Heimat. Dort angekommen macht sie sich als Detektivin „selbstständig“ und ermittelt, was das Zeug hält. Das es dazwischen auch mal zu Schlägereien kommen kann und sie auf eine Frau mit männlichem Migrationshintergrund trifft, hat sie nicht erwartet. Aber all das zeigt ihr am Schluss auch, dass man sich zuerst selbst lieben muss um mit sich und seiner Umgebung zufrieden sein zu können.

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Der Klappentext:

Eigentlich hat sich Biene auf eine heiße Liebesnacht in Paris gefreut. Die kommt aber nicht. Dafür erreicht sie eine folgenschwere Nachricht: In ihrer Heimat wurde ein Mann ermordet. Ausgerechnet Jochen, ihr Ex-Freund und überkorrekter Polizist, soll in den Mord verwickelt sein. Das kann Biene nicht glauben und sie entschließt sich zur Rückkehr. Schließlich prickelt eine Mörderjagd doch mindestens so sehr wie eine Liebesnacht. Auf eigene Faust stürzt sie sich in die Ermittlungen und steckt nicht nur bald mittendrin in einem Netz aus Vorurteilen und Vorlieben, sondern erfährt auch Dinge; die sie lieber nicht erfahren hätte. Wird Biene den wahren Mörder finden und damit Jochen entlasten? Kann Biene eine wichtige Entscheidung für ihre eigene Zukunft treffen? Und was ist eigentlich mit der Liebe?

 

 

Das Buch ist von Vera Nentwich mit unglaublich viel Witz, Freundschaft und Heimatverbundenheit geschrieben. Aber auch ernste Themen kommen hier nicht zu kurz. Ich finde es wahnsinnig gut gelungen und ich konnte mich in einigen Szenen selbst wiederfinden. Und ein gutes Buch, sollte immer sein wie die beste Freundin… Das hat Vera definitiv erreicht!

Biene ist eine sympathische Hobby-Detektivin, die für ihre Freunde durchs Feuer gehen würde und sich auch gerne selbst mal in Gefahr begibt. Mutig und selbstbewusst geht sie ihren Weg. Auch wenn dieser sich irgendwann erst noch finden lassen muss. Bis dahin bringt sie aber einige Turbulenzen mit, die sie und ihre neuen und alten Freunde aber grandios meistern. Das dabei ein Mord aufgeklärt wird ist fast schon nebensächlich. 😉

 

Wie immer will ich euch nicht zu viel verraten. Denn ihr sollt das Buch ja noch selbst lesen können – aber ich gebe ihm 4 von 5 Sternen! Und ich bin ja schon ein bisschen pingelig. Einige Abzüge gibt es nur, weil das Buch nicht ordentlich korrekturgelesen wurde. Ein paar kleine Schreibfehler und 2-3 Wörter, die nicht so ganz an die Stelle passen, wo sie hingehören, trübt das Lesevergnügen aber überhaupt nicht!

 

Klare Leseempfehlung!

 

Und wer nun noch die restlichen Beiträge der Blogparade lesen will, der kann dies hier tun. Da ich fast schon zum Schlusslicht gehöre, kommen nach mir nur noch Yvonne, Steffi und Manuela. Aber davor gibt es noch einiges an Lesestoff! Und das interessante dabei? Jeder findet sich mörderisch gut und dies aus ganz unterschiedlichen Gründen! Welche das sind? Lest es selbst nach!

 

07.10.2016 Heute bin ich dran!!!!!!
So, jetzt dürftet ihr genug zum Lesen haben 😉
Und wer noch keine viereckigen augen hat, der darf mir gerne ein Kommentar hinterlassen!
Was findet ihr an Euch mörderisch gut?




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